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Die „organische Körperlichkeit des Klangs“ steht im Mittelpunkt der Musik von Anahita Abbasi (Sound Barrier). Jedes ihrer Werke erwächst aus der Faszination für einen bestimmten Klang und die Qualitäten seiner Klangfarbe.

Abbasis Musik wurde weltweit in Auftrag gegeben und von namhaften Musiker:innen und Ensembles aufgeführt, darunter Mahan Esfahani, Steven Schick, Vimbayi Kaziboni, Ensemble Modern, International Contemporary Ensemble, TAK Ensemble, Seattle Modern Orchestra, Ume Duo, Long Beach Opera, San Francisco Symphony Youth Orchestra, Quatuor Diotima, Mivos Quartet, Argonaut Quartet, Thin Edge, Contrechamps, neuverBand, Omnibus Ensemble u. a.

Ihre Werke waren international bei Festivals und Institutionen wie den Darmstädter Musiktagen, dem Mostly Mozart Festival, dem Kennedy Center, dem Lincoln Center, der Akademie der Künste Berlin, dem Acht Brücken Festival, dem Radialsystem (Deutschland), IRCAM – Manifeste Academy (Frankreich), Roulette, National Sawdust, Time of Music (Finnland), BIFEM (Australien), Klangspuren Schwaz, dem Impuls Festival, dem Sound State Festival (Southbank Centre, London), Tectonics (Glasgow), dem Klang Festival (Kopenhagen), Contempuls (Prag), dem Tongyeong International Music Festival (Korea), dem Atlas Festival (Niederlande), dem Borealis Festival (Norwegen), dem Festival Archipel (Genf) und vielen weiteren vertreten.

Frau Abbasi erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter ein Arbeitsstipendium des Experimentalstudios des SWR Freiburg (2014), den Morton Gould ASCAP Young Composers Award (2015), eine Nominierung für „Composers of Our Time“ (2017) sowie den Kompositionspreis des Acht Brücken Festivals (2020). 2022 wurde sie mit dem Civitella Ranieri Fellowship (Italien), einer Residency der Ucross Foundation (Wyoming) sowie einer dreijährigen Residency an der Fondation Singer-Polignac in Paris ausgezeichnet. Zudem ist sie eine der Empfängerinnen des Musikpreises 2024 der Académie des Beaux-Arts in Paris.

Sie ist nicht nur Gründungsmitglied des Schallfeld Ensembles (Österreich, 2013), sondern auch Gründungsmitglied der IFCA – Iranian Female Composers Association (USA, 2017). Anahita Abbasi studierte Komposition bei Beat Furrer und Pierluigi Billone an der Kunstuniversität Graz (KUG) und arbeitete eng mit Georges Aperghis, Franck Bedrossian und Philippe Leroux zusammen. 2014 zog sie in die USA, um an der UC San Diego bei Rand Steiger in Komposition zu promovieren.

Derzeit lebt Anahita Abbasi in Flensburg und Paris. Zu ihren jüngsten Projekten zählen Auftragswerke für Ensemble Modern und Jack Adler, die beide bei den Darmstädter Musiktagen 2023 uraufgeführt wurden. Zu den kommenden Projekten zählen eine Auftragskomposition für das Présences Festival (Radio France – Uraufführung Februar 2026) sowie eine EBU-Kommission (2027/28): ein Flötenkonzert für Claire Chase und das Orchestre Philharmonique de Radio France.